So gelingt dir eine stilvolle Herbstdekoration - ganz ohne Kürbisse

Im September gibt es für mich immer diese Momente, in denen sich unser Zuhause plötzlich anders anfühlt. Das Licht wird verändert sich, abends wird es früher dunkel und Räume, die sich im Sommer leicht und luftig angefühlt haben, wirken auf einmal kühler.

Ich bekomme dann meistens Lust, ein paar Dinge zu verändern, aber nicht im Sinne einer klassischen Herbstdekoration. Viel lieber mag ich es, wenn sich ein Raum mit der Jahreszeit nur leicht verschiebt: etwas wärmer, etwas tiefer und weicher, aber immer noch modern und ruhig.

Dafür braucht es oft gar nicht viel.

Hier zeige ich dir, wie du ganz einfach auch in deinem Zuhause eine stilvolle Herbstdekoration einziehen lässt.

1 - Kleine Lichtquellen machen im Herbst den Unterschied

Gerade im Herbst merke ich, wie stark sich ein Raum durch kleine Lichtquellen verändert.

Dabei meine ich gar nicht unbedingt ein neues Beleuchtungskonzept, sondern kleine Lampen, die man vielleicht im Sommer kaum nutzt: eine Tischleuchte auf dem Sideboard, eine kleine Leuchte auf einem Regal oder auf einem Beistelltisch.

Ich mag es besonders, wenn Licht nicht nur funktional ist, sondern eher wie ein Teil der Einrichtung wirkt. Kleine Leuchten bringen einzelne Ecken zum Leuchten und machen einen Raum abends sofort interessanter.

Und natürlich gehören für mich auch Kerzen dazu — wenige und gezielt eingesetzt. Zwei oder drei größere Kerzen auf einem Tablett oder eine einzelne Kerze auf einer Konsole wirken für mich meist schöner als viele kleine Kerzenhalter im ganzen Raum.

Besonders stimmungsvoll wird es, wenn Kerzen und kleine Leuchten zusammenkommen. Dann entsteht dieses warme, leicht gedämpfte Licht, das im Herbst einfach einen Raum gemütlich wirken lässt..

2 - Materialien dürfen jetzt etwas schwerer werden

Im Sommer mag ich Materialien oft heller und leichter. Leinen, Baumwolle, helle Hölzer und eher glatte Oberflächen passen wunderbar zu dieser Jahreszeit.

Im Herbst darf das Ganze für mich etwas mehr Tiefe bekommen.

Das funktioniert sehr einfach über Kissen und Decken. Ein grober Wollstoff, Bouclé, Samt oder ein dichter gewebtes Plaid verändert die Wirkung eines Sofas sofort. Dabei würde ich aber nicht alles austauschen, sondern lieber unterschiedliche Materialien kombinieren.

Ein Leinenkissen kann also durchaus bleiben, wenn daneben ein Kissen aus Wolle oder Samt liegt.

Auch bei Accessoires finde ich dunklere Materialien im Herbst besonders schön. Dunkles Holz, Keramik, Leder, Stein oder gebürstetes Metall bringen schnell mehr Wärme und Tiefe in einen Raum.

Eine dunkle Holzschale auf dem Couchtisch oder ein kleiner Beistelltisch aus Walnuss kann zum Beispiel schon reichen.

Wenn ein Raum etwas kühl wirkt, würde ich deshalb zuerst auf die Oberflächen schauen. Oft fehlt gar keine Dekoration, sondern einfach die Kontraste.

3 - Herbstfarben gezielt einsetzen

Auch Farbe darf sich im Herbst verändern, aber ich würde nie anfangen, einen ganzen Raum auf Herbstfarben umzustellen.

Viel schöner finde ich es, einzelne Töne etwas tiefer werden zu lassen.

Burgunder funktioniert zum Beispiel wunderschön zu Beige, Greige oder Creme und wirkt gleichzeitig warm und sehr elegant. Auch warme Brauntöne, Cognac oder Schokoladenbraun bringen sofort mehr Tiefe.

Sehr spannend finde ich außerdem ein gedämpftes Violett oder Mauve, also eher staubig und leicht grau als kräftig lila. Gerade in Kombination mit Naturtönen wirkt das sehr modern.

Und natürlich funktionieren dunklere Grüntöne besonders gut im Herbst, vor allem zusammen mit Holz und warmen Neutraltönen.

Ich würde dabei meistens nur ein oder zwei dieser Farben einsetzen, zum Beispiel über ein Kissen, eine Decke, Keramik oder Kunst.

So verändert sich die Stimmung, ohne dass der Raum plötzlich komplett anders aussieht.

4 - Bring die Natur in dein Zuhause

Mit klassischer Herbstdeko tue ich mich oft etwas schwer. Viele kleine saisonale Accessoires wirken schnell unruhig und passen nicht unbedingt zu einem modernen Raum.

Viel lieber arbeite ich mit Dingen aus der Natur.

Besonders schön finde ich getrocknete Hortensien. Wenn man im Sommer Hortensien im Garten oder auf dem Balkon hat, kann man sie wunderbar trocknen und im Herbst weiterverwenden. Die Farben verändern sich dabei oft ganz von selbst in diese gedeckten, leicht bräunlichen oder violetten Töne, die perfekt zur Jahreszeit passen.

In einer großen Keramikvase wirken sie fast wie ein kleines Kunstobjekt.

Auch einzelne Zweige finde ich sehr schön, vor allem wenn sie etwas unregelmäßig wachsen und dabei würde ich lieber ein großes Arrangement auf einem Sideboard oder Konsolentisch wählen als viele kleine Deko-Gruppen im ganzen Raum zu verteilen.

Besonders toll dabei finde ich, dass man direkt Zeit in der Natur verbringt und auch das Deko-Budget ganz nebenbei schont.

Am Ende geht es eher um Stimmung als um Dekoration

Für mich braucht es im Herbst keine komplette Veränderung, sondern eher ein paar gezielte Anpassungen, die einen Raum wärmer und wohnlicher machen. Gerade Licht, Materialien, einzelne Farbakzente und natürliche Elemente können dabei schon erstaunlich viel bewirken.

Vielleicht hast du ja jetzt auch Lust auf den Herbst bekommen und bringst mit diesen Tipps mehr Gemütlichkeit in dein Zuhause.

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